Die IFRS-Anforderungen erfüllen

Bewertung und Hedge Accounting nach IAS 39 oder IFRS 9

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Martin Danne | Managing Partner
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Leistungsspektrum Accounting

zeb.control.accounting


Funktionalitäten

Internationale Vorschriften souverän erfüllen

zeb.control.accounting - Bewertung Software Modul

Klassifizierung von Finanzinstrumenten

Ausgangspunkt von IAS 39 bzw. IFRS 9 ist die eindeutige Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Kategorien. Wenige Banksysteme ermöglichen eine direkte Eingabe der IFRS-Kategorie, so dass diese in der Regel aus den bestehenden Merkmalen eines Finanzinstrumentes abgeleitet werden muss. Über die grafische Benutzeroberfläche des Kategorisierers kann kundenindividuell und revisionssicher eine Klassifizierung gemäß IAS 39 und IFRS 9 vorgenommen werden. Dabei erlaubt die Software den Zugriff auf beliebige Datenfelder oder Merkmale (z. B. Produkt, Vorsysteme, Depotnummer etc.) zur Festlegung der Klassifizierungsregeln. Konflikte und Unstimmigkeiten in den Klassifizierungsregeln werden automatisch erkannt und protokolliert. Die Klassifizierung ist ausschlaggebend für die weitere Bewertung der Finanzinstrumente.

Bewertungsmethoden, sowohl Anschaffungskosten als auch Fair Value

Die im Rahmen der Bewertung erforderlichen Rechenfunktionalitäten ziehen einen beträchtlichen Anpassungsaufwand in der IT-Systemlandschaft der Unternehmen nach sich. Viele Institute suchen gezielt nach Anwendungen, welche im klassischen Kredit- und Einlagengeschäft oder im Eigenhandel bereits bestehende Systeme ergänzen. Seitens zeb gibt es hier modular aufgebaute und individuell einsetzbare Rechenlogiken für die Bewertung zum Full Fair Value als auch zu Amortized Cost für Kredit- und Einlagengeschäft und Eigenhandel.

Die Berechnung von Amortized Cost erfolgt nach IFRS anhand der Effektivzinsmethode. Die Full-Fair-Value-Bewertung kann wahlweise mit extern zugelieferten Marktkursen mark-to-market oder mithilfe von finanzmathematischen Modellen in zeb.control.accounting mark-to-model durchgeführt werden. zeb.control.accounting unterstützt alle IFRS-relevanten Bewertungsmethoden (effektivzinskonstante Abgrenzung, Anbindung einer externen Kursversorgung, mark-to-model-Bewertung).

Die Abbildung aller Produktarten im kommerziellen Geschäft und im Eigenhandelsbereich zählen ebenso zum Leistungsumfang wie die Berücksichtigung von Fiktionen, Modellannahmen und Leistungsstörungen.

Verschiedene Buchungslogiken

Wesentliche Unterschiede zwischen IFRS und HGB ergeben sich im Bereich der Buchungslogik, da bestimmte Geschäftsvorfälle nach IFRS anders als nach HGB zu behandeln sind (z. B. abweichende Kontenrahmen, Bilanzierung von Prepayments). Da heute nur wenige Systeme die Buchungslogik nach IFRS beherrschen, empfiehlt es sich, diese in Form einer eigenen Anwendung zu realisieren, mit der sich simultan sowohl die IFRS-Welt als auch die HGB-Welt, abbilden lässt.

Risikovorsorge optimieren

zeb.control.accounting - Impairment Software Modul

Die Impairment-Komponente von zeb.control.accounting unterstützt den mehrstufigen Impairmentprozess von der Datenanlieferung bis zur Buchung. Mit der Impairment-Lösung können Einzelwertberichtigungen, pauschalierte Einzelwertberichtigungen, Portfoliowertberichtigungen sowie der Unwinding-Effekt IFRS-konform ermittelt werden. Die Browseroberfläche ermöglicht einfaches Navigieren zwischen der Übersicht aller EWB-Fälle über das Einzelkonto bis hin zum erwarteten Rückfluss am Einzelgeschäft.

Datenaufbereitung

Im Rahmen der zuerst notwendigen Datenaufbereitung ist wahlweise eine Anlieferung aus den Vorsystemen oder eine Impairment-Erkennung durch zeb.control.accounting - Impairment möglich. Die Signifikanzprüfung erfolgt nach dem Kriterium „Volumen der Forderung je Kreditnehmer“. Daraufhin erfolgen die Cashflow-Generierung für das Einzelgeschäft unter Berücksichtigung der Sicherheiten und ihrer Verwertungsprognosen. Die EWB-Berechnung erfolgt anhand AC-Buchwert und abgezinster Rückflusserwartung.

Manuelle Nachbearbeitung und Verbuchung

Im nächsten Prozessschritt kommt es zur manuellen Nachbearbeitung. Kalkulierte Vorschlagswerte stehen je Einzelgeschäft zur Freigabe und Verbuchung bereit. Es sind aber auch manuelle Änderungen, zum Beispiel der Werte der zu erwarteten Sicherheitenrückflüsse oder der Prozentangabe des zu erwartenden Rückflüsses aus dem vertraglichen Cashflow, möglich.

Abschließend kommt es zur Verbuchung. Durch die Kennzeichnung zum Impairment des Einzelgeschäfts greifen automatisch veränderte Buchungsregeln z. B. zu Unwinding; unerwarteten Zahlungseingängen oder Änderungen der Einzelwertberichtigung auf Basis von veränderten Rückfluss-Prognosen.

Reporting

Über den Reportwizard können Impairment-Fälle über verschiedene Merkmale selektiert und eingegrenzt werden. Es ist zum Beispiel eine Filterung nach Status, Organisationseinheit und/oder Produkt möglich. Außerdem können die Stände unterschiedlicher Perioden eingesehen werden und die GuV-Auswirkung ist direkt ersichtlich.

Hedge Accounting nach IAS 39 und IFRS 9

zeb.control.accounting - Hedge Software Modul

Die Hedge-Engine deckt das Hedge Accounting der Zinsrisiken nach IAS 39 und IFRS 9 ab. Das Modul unterstützt sowohl Cashflow als auch Fair Value Hedge Accounting sowie die Fair Value Option mit Steuerung auf Gesamtbankebene. Dabei werden sowohl Micro- als auch Portfolio (Macro) Hedges umgesetzt. Die Multikurven-Fähigkeit der Hedge-Engine deckt die aktuellen Prüfungsanforderungen ab. Die Prozesse des Controllings und Treasury-Managements vom Aufbau der Hedge-Beziehung über die Durchführung der Effektivitätstests bis zur Ermittlung der Buchungswirkungen und anschließenden Plausibilitätsprüfungen werden voll unterstützt.

Umfangreiche Simulationsmöglichkeiten, eine revisionssichere Dokumentation des Hedge-Prozesses und das Kompetenzsystem mit Protokollierung runden die Funktionalitäten ab. Die Hedge-Engine kann als Add-on zu bestehenden IFRS-Systemen und Buchungslogiken mit einem Minimum an zu integrierenden Komponenten aufgesetzt und in der Regel aus vorhandenen Datenquellen mit Bestands- und Marktdaten versorgt werden.

Hedge Selektion und Effektivitätstests

Mittels einer optimierten Hedge Selektion werden die verbleibenden Restvolatilitäten weitestgehend reduziert und es ergeben sich folgende Vorteile: Simulations-und Steuerungsmöglichkeiten, eine effiziente GuV-Aussteuerung und eine Verringerung der Ausschläge der Sensitivitäten.

Die retrospektive Effektivitätsmessung sowie die Buchung des Hedge Adjustments erfolgt auf Basis des zinsinduzierten Effekts. Mit Abschluss der ersten Hedge Periode oder nach Auflösung der Hedge-Beziehungen wird das Grundgeschäft amortisiert. Im bewährten Tabellenformat werden Detailinformationen des prospektiven und retrospektiven Effektivitätstests übersichtlich angezeigt, und es besteht die Möglichkeit zur detaillierten grafischen Auswertung

Optimierung der Hedgeeffektivität

Zur Optimierung der Hedgeeffektivität stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung von der Wahl der geeigneten Bewertungskurve über anteilige Designation, Definition von Bewertungsaufschlägen sowie Designation eines reduzierten Anteils des Kupons der Grundgeschäfte. Im Rahmen einer ökonomisch sinnvollen Behandlung wird in der Hedge-Engine die Veränderung des Hedge Fair Values in die Bestandteile Kurs-GuV (Marktzinsänderung) und Zins-GuV (Restlaufzeiteffekt) aufgespalten. Diese Methode wird als State-of-the-Art methode angesehen und ist auch aus zeb-Erfahrung die durchgängig angewandte Methode, da sie Transparenz gewährleistet.

Reporting

zeb.control.accounting – Hedge bietet eine Vielzahl von Standardreports, die teilweise kundenindividuell angepasst werden können. Im Report „AmortisationErweiterten Ergebnisreport“ können zum Beispiel die Buchungswirkungen über alle Hedges Entwicklungen der Line Items im Detail nachvollzogen werden, und im „Analysereport“ werden die Ursachen für Ineffizienzen zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften analysiert.

Bindeglied zum general ledger

zeb.control.accounting - Accounting Hub Software Modul

Der  Accounting Hub ist ein optionales Softwaremodul, das als Bindeglied zwischen den anderen zeb.control.accounting-Komponenten und dem Buchungskern der Bank operiert. Die Aufgabe des Accounting Hubs ist es, Informationen nach lokalen Rechnungslegungsstandards und IFRS  zu bündeln, analysieren und transformieren. Er transformiert die gelieferten Geschäftsvorfälle aus den Modulen Bewerung, Impairment und Hedge Accounting in Buchungen, die an den konkreten Kontenplan und die hausindividuelle Buchungslogik angepasst sind, und liefert diese per Export-Schnittstelle dem Buchungskern der Bank zu. Die Buchungsengine verfügt über eine Objektbuchhaltung, in der für jedes Finanzobjekt Kennzahlen mit Bestands- und Erfolgsinformationen geführt werden und bietet ein Maximum an Detailierungsgrad. Sie unterstützt HGB-, UGB - und IFRS-spezifische Geschäftsvorfälle sowie Trade- und Settlement-Date-Accounting. Das Regelwerk und Kontomapping zur Erzeugung der Buchungssätze ist flexibel konfigurierbar, dadurch ist ein Mapping von Buchungssätzen auf einen kundenspezifischen Kontorahmen möglich.

Die erzeugten Buchungssätze können über eine grafische Benutzeroberfläche (dem Buchungsexplorer) analysiert werden. Hierbei stehen drei Perspektiven zur Verfügung: Geschäftsvorfälle, Bestände und Hauptbuchungen. In der Geschäftsvorfall-Perspektive ist es möglich, Filter auf Finanzobjekte oder auch flexible Filter auf fachliche Einheiten und Geschäftsvorfälle zu setzen. Bei der Analyse der Bestände können HGB, UGB  und IFRS Kennzahlen gleichzeitig angezeigt und analysiert werden. Die Darstellung ist frei konfigurierbar und thematische Gruppierungen werden durch Filter realisiert. Neben der Erzeugung von Hauptbuchbuchungen am Einzelvertrag können auch Einzelbuchungen zu aggregierten Sammelbuchungen verdichtet werden. Im Falle von Sammelbuchungen wird in der Analyseperspektive Hauptbuchungen der buchungsrelevante Anteil der gewählten Finanzobjekte ausgewiesen.

Es besteht die Möglichkeit, Geschäftsvorfälle auch manuell zu erfassen oder zu stornieren. Der Accounting Hub liefert eine systemseitige Unterstützung für die Abschlussarbeiten, indem alle GuV-Kennzahlen am Ende des Geschäftsjahres auf Null gesetzt werden. Die einzelnen Geschäftsvorfälle und die dazugehörigen Buchungssätze werden im Accounting Hub gespeichert. Es erfolgt eine Überprüfung der Datenqualität inklusive revisionssicherer Korrektur fehlerhafter Daten.

Exportschnittstellen

Die im Rahmen von IFRS generierten Zahlen können selbstverständlich auch für weitere Berichtsformate und sonstige Auswertungszwecke benutzt werden. Die Buchungen einer Buchungsperiode können automatisiert aus dem Accounting Hub als flat file exportiert oder über eine Datenbank-Schnittstelle weitergeleitet werden. Das Exportformat wird entsprechend den Anforderungen der Hauptbuch Schnittstelle angepasst. Zum Leistungsumfang gehören außerdem die Belieferung von beliebigen Hauptbuchsystemen (z.B. Oracle Financials oder SAP FI) und die Bereitstellung von kundenindividuellen.