Steuerung von Risiken

Erträge von Versicherungen optimieren, Risiken erkennen

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Deutschland
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Leistungsspektrum Risikomanagement

zeb.control.risk


Funktionalitäten

Zinsergebnis verbessern, Massnahmen planen

zeb.control.risk - ALM

zeb.control.risk - ALM unterstützt Sie in der Planung und Steuerung der zentralen Ergebnisbestandteile Fristen- sowie Liquiditätstransformation. Mit dieser Software bieten wir Ihnen ein verlässliches und bewährtes Instrument zur zielgerichteten Steuerung der Bilanzstruktur und den damit verbundenen gesamtinstitutsbezogenen Zins- und Liquiditätsrisiken.

Viele Versicherungsinstitute stehen vor dem Problem, dass Steuerungsimpulse aus barwertiger und periodischer Planung nicht im Einklang sind. Die Planung der periodischen GuV-Sicht ist jedoch nur eingeschränkt tauglich, um Dispositionsentscheidungen zu beurteilen. Wir bieten Ihnen ein integriertes Steuerungssystem an, das diese Defizite behebt. Im Detail unterstützt Sie das Modul ALM mit dem folgenden Funktions- und Leistungsumfang:

Ergebnisplanung

Ausgangspunkt der Planung und Steuerung mit dem Modul ALM bildet die Gesamtbilanzstruktur des Hauses in Verbindung mit einer Modellierung der zentralen Zielgrößen des GuV-Ergebnisses. Ausgehend von den Ist-Größen werden der zukünftige Zinsüberschuss und das Bewertungsergebnis der zinstragenden Finanzinstrumente, in unterschiedlichen Währungen und nach alternativen Rechnungslegungsvorschriften (u. a. HGB und IFRS) prognostiziert. Dabei können verschiedenste Entwicklungsszenarien für die Kapitalmärkte ebenso Berücksichtigung finden, wie auch Planungsannahmen hinsichtlich der Bilanzstrukturentwicklung oder auch dem möglichen Zinsanpassungsverhalten.

Im Zusammenhang mit den weiteren periodischen Planungsgrößen (z. B. Verwaltungskosten, Provisionsergebnisse, etc.) gelingt die Ergebnissimulation bis zum Betriebsergebnis bzw. Jahresüberschuss und die Eigenkapitalentwicklung - alles unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Planungsszenarien. Bezogen auf das Zinsergebnis ist eine Aufspaltung des Zinsergebnisses in Konditionsbeitrag, Beitrag aus Zinsfristentransformation und Beitrag aus Liquiditätsfristentransformation sowohl für das Ist-Ergebnis als auch die Folgeperioden möglich. Zentrale Alleinstellungsmerkmale des Moduls ALM sind die Möglichkeiten, Strukturbeiträge anhand von Ziel-Cashflow-Profilen differenziert planen zu können sowie die Überleitungsrechnung zwischen barwertigen und periodischen Ergebnisgrößen.

Risikosteuerung

Basis für die Risikomessung und Ergebnissteuerung der Zins- und Liquiditätspositionen bildet die Abbildung und Bewertung der Zahlungsströme (Cashflows) aus den bilanziellen und derivativen Geschäften. Die einzelnen Zinsrisiko- und Liquiditäts-Cashflows können auf Basis unterschiedlicher Zinsstrukturkurven bewertet werden. Die Geschäfte können frei nach verschiedenen Portfolios zusammengefasst und analysiert werden. Auf allen Ebenen werden Cashflows, Barwerte sowie Performance- und Risikokennzahlen angezeigt.

Zur Zinsrisikomessung können verschiedene Ansätze herangezogen werden: Das Modul ALM unterstützt sowohl szenariobasierte Methoden, wie auch Varianz-Kovarianz-Ansätze oder die historische Vollsimulation. Die integrierte Betrachtung von Performance und Risiko ermöglicht schließlich die risikoadjustierte Bewertung der Steuerungsportfolios.

Im Bereich des Liquiditätsrisikos können über die Hinterlegung von Stressszenarien Veränderungen sowohl bezogen auf das Liquiditätsdeckungspotenzial als auch bezogen auf die voraussichtlichen Zu- und Abflüsse simuliert werden. Als Risikogröße kann darauf aufbauend ein barwertiger Refinanzierungsschaden ausgewiesen werden. Dazu wird berechnet, welchen barwertigen Verlust das Versicherungsinstitut – bezogen auf das erforderliche Refinanzierungsvolumen – erleiden würde, wenn sich die Refinanzierungskosten ad hoc gemäß Szenario erhöhen würden.

Frei definierbare Benchmarks erleichtern dabei die Interpretation von Cashflows und RORAC-Ergebnissen. Auf dieser Basis wird sowohl die Grundlage für eine ertragsorientierte Steuerung von Fristentransformation und struktureller Liquidität geliefert, als auch die Voraussetzungen für die MaRisk konforme Abbildung dieser Risikobereiche geschaffen.

Maßnahmenplanung

Die Planungs- und Steuerungsfunktionalitäten werden durch umfangreiche Möglichkeiten zur Maßnahmenplanung abgerundet. Dabei unterstützt das Modul ALM die Simulation und Ergebniswirkung von Finanzinstrumenten in zweierlei Hinsicht: Zum einen besteht die Möglichkeit der Anlage von benutzerinduzierten (Einzel-) Maßnahmen. Zum anderen bietet die Software eine automatische Maßnahmengenerierung unter Vorgabe angestrebter Risikoniveaus. Für beide Möglichkeiten können barwertige, periodische und liquiditätsbezogene Erfolgs- und Risikowirkungen simuliert und analysiert werden. Im Rahmen der individuell erstellten Steuerungsmaßnahmen ist sowohl die Neuanlage als auch das Closing bestehender Instrumente möglich. Die softwaregestützte Maßnahmenermittlung ermöglicht die Untersuchung und Identifikation von durchgängigen Risiko-Strategien über mehrere Perioden.

Handel und Abwicklung

zeb.control.risk - Trading

Angesichts der zunehmenden Volatilität der Märkte und der damit ansteigenden Zunahme von Risiken aus Handelsgeschäften gewinnt deren aktive und professionelle Risikosteuerung an Bedeutung. Mit zeb.control.risk - Trading bieten wir Ihnen eine universelle Lösung für das Management des Eigenhandels von der Bestandsführung bis zum Risikocontrolling.

Weit über die von den MaRisk geforderten Pflichten zur Funktionstrennung, Dokumentation und Risikolimitierung hinaus bietet Ihnen das System eine praxisbewährte Unterstützung für die Prozesse in Handel, Abwicklung und Risikomanagement, welche die täglichen Abläufe professionalisiert und deutlich vereinfacht. Im Detail unterstützt Sie das Modul Trading mit dem folgenden Funktions- und Leistungsumfang:

Handel und Abwicklung

Mit der Handelsfunktionalität werden die Prozesse im Front-Office unterstützt. Durch einen zentralen Einstieg in die strukturierte Geschäftserfassung ist eine programmunterstützte, plausibilisierte Eingabe gewährleistet. Bei Vorhandensein anderer Systeme zur Geschäftserfassung kann die Belieferung des Systems auch über automatisierte Schnittstellen erfolgen. Das umfangreiche Rechte- sowie Deal-Status-Konzept ermöglicht eine MaRisk-konforme Umsetzung der Back-Office-Prozesse zur Abwicklung der Geschäfte.

Die laufende Bestandsführung wird unterstützt durch Fälligkeitslisten, Fixing-, Ausübungs- und Cashflowtermine sowie eine Vielzahl weiterer Funktionen beispielsweise zur Übernahme theoretischer Preise als Bewertungskurse.

Bewertung und Risikomessung

Der umfangreiche Produktkatalog deckt die Mark-to-model-Bewertung der gängig verwendeten Wertpapiere und Derivate ab. Für darüber hinausgehende Exoten kann eine Abbildung als flexibles Produkt erfolgen. Für Fonds und insbesondere Spezialfonds bietet die optionale Abbildung nach dem Durchschauprinzip eine detaillierte Risikomessung und Kontrolle dieser Mandate.

Mit einer Vielzahl an Kennzahlen verschafft das Modul Trading einen umfassenden Überblick über das Handelsbuch: Neben Bestandsinformationen und bilanziellen Kennzahlen (nach Handelsrecht, Steuerrecht sowie IFRS) stehen alle gängigen Risikomaße, Sensitivitäten und verschiedene Value-at-Risk-Methoden sowie ein integriertes Backtesting zur Verfügung. Optional ist die Generierung detaillierter Sensitivitätsvektoren möglich.

Reporting

Diese umfassenden Informationen bündelt das Modul Trading über ein leistungsfähiges und flexibles Reporting, das eine Kombination der benötigten Kennzahlen per Mausklick ermöglicht. Die Reporte stehen auf allen Ebenen von Gesamtinstitut über verschiedene Portfolioebenen bis hin zur einzelnen Transaktion zur Verfügung und erlauben einen Drill-down. Selbstverständlich verfügt das Modul Trading auch über Exportfunktionen nach Excel oder in Datenbanken. Einmal erstellte Auswertungen können direkt in die persönliche Reportbibliothek übernommen werden und stehen damit dauerhaft zur Verfügung. Regelmäßige Import- oder Reportingabläufe können per Batch automatisiert werden.

Zusätzlich sind bereits spezialisierte Auswertungen wie etwa grafische VaR- und Backtesting-Analysen oder Fälligkeitslisten bzw. offene Prüfungen in der Abwicklung als Standardauswertungen hinterlegt. Performanceauswertungen berechnen den absoluten Erfolg der Portfolios über beliebige Zeiträume oder relativ gegenüber einer Benchmark.

Zur Limitierung stehen etwa 50 Standardkennzahlen bereit, die eine Limitierung auf Gesamtinstituts-, Portfolio-, Kreditnehmereinheit- und Adressebene unterstützen. Verbunden mit der flexiblen Konfiguration von Portfoliohierarchien lassen sich sehr differenzierte und umfassende Limitkonzepte abbilden und komfortabel überwachen. Bereits vor Geschäftsabschluss kann der Händler auf mögliche Limitkonflikte prüfen. Automatische Benachrichtigungen bei Limitüberschreitungen werden per E-Mail versendet.

Kreditrisiken erkennen, Portfolio optimieren

zeb.control.risk - Credit

Zunehmender Margendruck erfordert eine konsequent risikoadjustierte Steuerung des Kreditportfolios. Mit zeb.control.risk - Credit bieten wir Ihnen eine innovative Software zur Kreditportfoliosteuerung: Das System kombiniert Erkenntnisse der vergangenheits- und gegenwartsbezogenen Portfoliostrukturanalyse mit den zukunftsbezogenen Aussagen eines Value-at-Risk-Ansatzes. Im Detail unterstützt Sie das Modul Credit mit folgendem Funktions- und Leistungsumfang:

Transparenz durch umfangreiches Standard-Reporting

Das Standard-Reporting ermöglicht Ihnen die schnelle Erfassung der Ist-Risikosituation anhand einer Portfoliostrukturanalyse auf unterschiedlichen Aggregationsebenen (z. B. Bonitäts-, Volumen- und Branchenauswertungen). Dabei kommen sowohl klassische Kennzahlen wie die erwartete Verlust, Brutto- und Nettoexposition zum Einsatz als auch moderne Kennzahlen wie Value-at-Risk (VaR), Expected Shortfall (Conditional VaR) oder RORAC. Vergleichsreports helfen Ihnen dabei, Abweichungen zum Vormonat zu erkennen und Trends schneller zu identifizieren.

Flexible Szenarioanalysen und Stresstesting

Das Modul Credit unterstützt Sie durch die Bereitstellung eines Szenariomanagers, der die unabhängige Änderung der wichtigsten Markt- und Modellparameter erlaubt. Dieser umfasst eine Ratingtabelle mit Bonitätsmigrationen, Einbringungsquoten und Wertschwankungen von Kreditsicherheiten und Ausfallzeitreihen von Branchen. So lassen sich einfach und schnell die Implikationen verschiedenster Änderungen der Marktsituation untersuchen. Daneben ermöglicht eine Hinzunahme einzelner (Neu-)Geschäfte oder ein gezielter Ausschluss aus der Betrachtung eine detaillierte Analyse der Auswirkungen von Änderungen der Portfoliozusammensetzung z. B. zur Bewertung risikoreduzierender Maßnahmen.

Benchmarking

Benchmark- oder Simulationsportfolios können mit dem Modul Credit separat erfasst und analysiert werden und erlauben den direkten Vergleich mit dem Ist-Portfolio hinsichtlich ihres strukturellen Aufbaus, der Verlustverteilung und charakteristischer Risikokennzahlen auf allen relevanten Aggregationsebenen (z. B. Gesamtportfolio, Branche usw.). Trendindikatoren lassen auf einen Blick positive und negative Abweichungen auf Branchen-, Ratingklassen- oder Kundenebene erkennen.